Presse  (Liveauftritte)
Nicolas Simion Quartet "Balkanella", Bunker Ulmenwall, Bielefeld
Dabei ist es mehr der Charakter und die Energie dieser verschiedenen Musikwelten (rumänische Folklore und Traditionen des modernen Jazz), die sich bei Nicolas Simion unweigerlich vermischen. ... So vollzieht er bei diesem Konzert im voll besetzten Bunker Ulmenwall auf seinem Instrument Wendungen, die sich schlagartig auch in den Gesichtern der Zuhörer widerspiegeln. ... So viele angerührt-staunende Gesichter hat man beim Bunker-Publikum schon lange nicht mehr gesehen.

Eckhart Schönau, Neue Westfälische, Februar 2001
Nicolas Simion Quartet "Transylvanian Dance", International Jazz Festival Viersen
Nicolas Simion war nicht nur einer der prägnantesten Saxofonisten des Kellerprogramms, sondern ist es wohl auch in Europa. Mit seinem Quartett "Transylvanian Dance" spielte er eine unglaublich vielseitige Musik, die immer von den Wurzeln seiner Heimat geprägt ist. Trotz Hardbop, Modern- und Free Jazz-Präsenz war stets Balkan-Flair Teil seiner reichhaltigen Ausdrucksfähigkeit.

Moritz Grenzebach, Rhein Post, September 2000
Nicolas Simion Quartet "Transylvanian Dance", International Jazz Festival Viersen
Vor allem die Gruppen der beiden in Köln lebenden Florian Ross ... und der aus Rumänien stammende Saxophonist Nicolas Simion mit seinem Quartett "Transylvanian Dance" waren beide überzeugend. Sie gehören zum Besten, was zur Zeit in der mitteleuropäischen jüngeren Szene zu hören ist.

Hans-Jürgen von Osterhausen, Jazz Podium, Dezember 2000
"DIE FASZINATION des BALKANS"
NICOLAS SIMION und die WDR-BIG BAND traten im Kleinen Sendesaal auf.

Folklore vom Balkan, Tänze in schwierigen Rhythmen, mitreissende Blechmusik-all dies kann man auf Weltmusik-Festivals erleben.
Nun hatte sich die WDR-Bigband im Kleinen Sendesaal des Funkhauses dieses Themas angenommen zusammen mit dem seit Jahren in Köln lebenden rumänischen Saxophonisten Nicolas Simion, international bekannt als Komponist auch der Neuen Musik und als Solist, der auf geniale Weise Folklore, Bela Bartok und den "Spirit" von John Coltrane in Einklang bringt.

Bill Dobbins, früherer Chef und nun Gastdirigent der besonderen Projekte, übersetzte Simions Ideen nahtlos und ebenso aufregend in seine nordamerikanische Jazzsprache.

Und mit Fortschreiten des Abends wurde dies immer europäischer, in der Gegenüberstellung von Simions fünfköpfiger Band samt ihres spielerisch leichten und tänzerischen Klangs und der Bigband, die seit Jahren gewöhnt ist, alles zu spielen, mit Perfektion und an diesem Abend auch Glanz und grosser Spielfreude.

Nach harmonisch und melodisch nicht alltäglichen Titel wie "Transylvanian Dance" verabschiedete sich die Band mit einer gewaltigen, fast authentischen Blechmusik vom Balkan, der Nahtstelle zwischen Europa und dem Orient.

"Stadtanzeiger" Köln, 20.9.04 Hans-Jürgen von Osterhausen
Andere Räume, andere Stimmen
Nicolas Simion und seine Kollegen transportierten an einem Finanzumschlagplatz Musik statt Geld. Ein Beispiel für die Instrumentalisierung von Kultur.

Mit der Performance des Nicolas Simion Quartettes erreichten die "Jazzfreunde" im langjährigen Surfen im Auf und Ab des Veranstaltens wieder einmal einen Höhepunkt. [...] Die Gruppe um den Exilrumänen Nicolas Simion pflegt musikalisch die guten alten Werte des Handwerks mit goldener Trompete, wohl dosierten Einzelleistungen im Solo und dynamischen Arrangements. So eher der Reform als der Revolution verpflichtet, wie die Veranstalter schon in der Einladung vermerkten, konnte nicht viel schief gehen. Bandleader Simion am Tenorsaxophon und Baßklarinette blieb bei den warmen Tönen und spürte in seinen Soloausführungen der Melodie nach und überließ die rauheren Klänge seinem Trompeter Tomasz Stanko. [...] Gemeinsam mit Victor Jones am Schlagzeug und Ed Schuller am Stehbaß entfalteten die vier Musiker eine mitreißende Schubkraft. [...] Neben respektheischenden Einzelleistungen überzeugte das Nicolas Simion Quartett auch durch das geschlossene Zusammenspiel. [...]

Florian Sedmak in "Salzkammergut", 13. Mai 1994
"Classic meets Jazz"(1) - Jassy(Rumänien), november 2004
Das Event des Jahres und des Monates folgt nun. Der 26 November ist der Tag, als in Iasi die erste musikalische Aufführung im Konzert eines 39 jährigen Werkes: Doppelkonzert für Klavier, Saxophon Tenor, symphonisches Orchester und Big Band von Richard Oschanitzky stattfand. Wir sind dazu verpflichtet die zu früh gebrochenen Schicksale einiger genialen Musiker zu erfüllen. Die Leute kennen einfach nicht, dass dieses Konzert einer der schönsten symphonisches Jazz- Arbeiten ist . Erstaunlich ist, dass in Leipzig, wo es das erste Mal 1970 aufgenommen wurde, niemand die Idee hat, dieses musikalisches Werk ans Licht zu bringen. Die „schnellsten“ waren zwei Liebhaber der Musik von Oschanitzky, der Iassyer Alex Vasiliu (der Initiator des Oschanitzky Festivals ,indem er auf der ständigen Hilfe des Deutschen Kultur Zentrums stützte) und Nicolas Simion, ein wahrer Nachfolger von Oschanitzky was Jazz ethnischer Faktur betrifft.
Dirigent war der Bruder des Komponisten, Peter Oschanitzky. Ein naturähnlicher Ideenaufbau der Rede mit Themen von einer edlen Schönheit und einer inspirierten und gekünsteten Orchestrierung, die jede Instrumentalgruppe des Ensembles (das Symphonische, das Big Band, die Solisten auch) in Wert legen, berechtigen die vor Jahren ausgesprochene Meinung, dass Oschanitzky als ein Duke Ellington Rumäniens betrachtet werden darf.
Nicolas Simion mit seinem bekannten Flair wertvolle Komplizen zu finden, lud als Partner-Solist den jungen und begabten Florian Weber (26 Jahr alt, Musikhochschule Köln) und Jazz bei Berkley College in Boston). Nicolas hat ihn „verrumänisiert“, in dem besten Sinne des Wortes, durch eine Serie von Jazz Konzerten in Sibiu, Bukarest, Brasov in diesem Herbst. Florian bekam einen offenherzigen und begeisterten Applaus, auch für die „ Rhapsody in blue“ von Gershwin. Die musikalische Aufführung der zwei Jazz Symphonie- Arbeiten in demselben Konzert spiegelartig überzeugt uns von der Wert Oschanitzkys und von der Tatsache, dass wir ihm denselben Platz reservieren könnten, wie Gershwin im Genre -Repertorium.
Keine Übertreibung! In demselben Konzert wurde das zweite Mal in Rumänien die“ sakralen Canzoneren von Nicolas Simion aufgeführt -eine tieferregende Musik , als ein Übergang durch alle Phasen des Lebens ,von Geburt bis zum Tod , in sieben distinkten Teilen konzipiert. Tieferregend in den Choralen, wie eine Synthese-Meditation zwischen Cantus firmus und dem byzantinischen Gesang, aber weniger überzeugend in den Tutti- Teilen (Symphonisches Orchester, Cambo - Jazz, Solisten), die den Kampf des Menschen mit dem Chaos und Nichtssein führt. Die Technik der Inspiration bei Tutti gibt dem Diskurs eine maximale und kontinuierliche Dichte, was schwer irgendwelche thematische Evolution oder dramatische Anhäufungen.
Der Kampf zwischen dem Guten und den Bösen konkretisiert sich scheinbar hier, im Zusammenkrampf zwischen der Schönheit der choralen Schrift und der Unordnung orchestraler Schrift.

Daniela Vlad
"Classic meets Jazz"(2) - Jassy(Romania), november 2004
[......] Evenimentul lunii şi al anului urmează abia acum : 26 nov. este data la care a avut loc la Iaşi prima audiţie în concert a unui opus vechi de 39 de ani: Dublul concert pentru pian, saxofon tenor, orchestră simfonică şi big band de Richard Oschanitzky. Avem datoria morală de a împlini destinele frânte prematur ale unor muzicieni de geniu. Lumea nu ştie pur şi simplu că acest concert este una dintre cele mai frumoase lucrări de jazz simfonic create vreodată. Mă mir că la Leipzig, unde a fost înregistrată in 1970, nu s-a găsit nimeni înaintea noastră să scoată la lumină opusul. Cei mai “iuţi” au fost doi împătimiţi ai muzicii lui Oschanitzky, ieşeanul Alex Vasiliu (iniţiator al Festivalului Oschanitzky, sprijinit întotdeauna de Centrul Cultural German) şi Nicolas Simion, un adevărat continuator al lui Oschanitzky într-ale jazz-ului de factură etnică. Dirijor a fost fratele compozitorului, Peter Oschanitzky. O dramaturgie firească a discursului, cu teme de o frumuseţe nobilă şi o orchestraţie inspirată şi sofisticată, care pune în valoare fiecare compartiment al ansamblului (simfonicul, big band-ul, dar şi soliştii), îndreptăţesc opinia avansată cândva că Oschanitzky poate fi considerat un Duke Ellington al României. Nicolas Simion, cu flerul său binecunoscut în a-şi găsi complici de valoare, l-a invitat ca partener solist pe tînărul şi foarte talentatul Florian Weber (26 de ani, Academia de muzică din Köln, jazz la Berkley College din Boston). Nicolas l-a “românizat” în sensul cel mai bun al noţiunii, printr-o întreagă serie de concerte de jazz la Braşov, Sibiu, Bucureşti în această toamnă. Florian a fost aplaudat sincer şi entuziast şi pentru Rhapsody in blue de Gershwin. Audiţia celor două lucrări de jazz simfonic în acelaşi concert în oglindă ne convinge de valoarea lui Oschanitzky şi de faptul că poate ocupa acelaşi loc ca şi Gershwin în repertoriul de gen. Fără exagerare! În acelaşi concert au fost interpretate pentru a doua oară în România Canzonierele sacrale ale lui Nicolas Simion, o muzică emoţionantă, concepută ca o trecere prin toate fazele vieţii de la naştere la moarte, în 7 părţi distincte. Emoţionantă în părţile corale, ca o meditaţie-sinteză între cantus firmus şi cântul bizantin, dar prea puţin convingătoare în părţile de tutti (orchestră simfonică, combo de jazz, solişti), care exprimă lupta omului cu haosul şi nefiinţa. Tehnica improvizaţiei aplicată pe tutti dă discursului o densitate maximă continuă, care face greu de depistat vreo evoluţie tematică sau acumulare dramatică. Lupta dintre bine şi rău pare să se concretizeze aici în încleştarea dintre frumuseţea scriiturii corale şi dezordinea scriiturii orchestrale. A venit apoi Concertul simfonic din 3 decembrie, dirijat de Misha Katz (originar din Rostov pe Don, stabilit la Cannes, Franţa), cu un program Wagner - Uvertura Tannhäuser, Prokofiev 3 pentru pian cu solista Alina Elena Bercu de 14 ani din Braşov (o evoluţie surprinzătoare pentru un copil în numai 6 ani de studiu!...), şi Simfonia a V-a de Beethoven. Acelaşi Katz care arde ca un rug pe scenă, interpretează cu tot trupul, dansează exuberant sau se contorsionează, înmărmureşte cu ochii spre tavan, sare în lături ca un vrăjitor şi îşi aruncă braţele şi corpul ca o mantie peste primele pupitre. Tu în public eşti la rândul tău înmărmurit, derutat, amuzat, emoţionat, impresionat. Te întrebi dacă ai mai pomenit undeva această coregrafie dirijorală sau este doar a personajului ieşit din comun care este Katz. Statură, înfăţişare, excentricitate, toate se potrivesc cu ceea ce ştim despre Liszt sau Paganini (...). A învăţat dirijat de la tatăl său, de la Şostakovici (care venea să-şi dirijeze simfoniile la Rostov şi era prieten al familiei) şi de la Bernstein, care i-a spus că îi poate învăţa dirijat pe toţi elevii săi, dar nu şi pe el, pentru că e prea diferit şi trebuie să-şi găsească o cale proprie. Misha Katz vine la Iaşi din februarie 2003, va dirija aici Sibelius în februarie 2005, ne spune întotdeauna că ne iubeşte şi că fără iubire nu se poate nimic pe lume. Dar ieşenii nu l-au sărbătorit, nu i-a adus nimeni nici o floare, deşi numai peste două zile, pe 5 decembrie, făcea exact 50 de ani. Oare chiar să nu fi ştiut nimeni data lui de naştere ?!...
Mult mai bine a fost primit dirijorul american Paul Nadler, în concertul din 10 decembrie. Numit principal dirijor invitat al filarmonicii din această primăvară, ceea ce înseamnă probabil că va veni la Iaşi de trei ori pe an. De fapt, deşi e stabilit în Florida, îl simţim puţin de-al nostru cu sfertul său de descendenţă românească prin bunica de la Chişinău. Sub bagheta lui, redescoperim transparenţa sunetului în Simfonia 41 “Jupiter” de Mozart, expresivitatea, dinamismul, precizia şi multe alte calităţi în suitele “Romeo şi Julieta” de Prokofiev şi “Daphnis şi Chloe” de Ravel. Adică o credibilitate şi o autoritate pe care orchestra i le-a acordat pe deplin.
2004 ne-a adus până la finalul său şi alte concerte minunate: pe 19 decembrie, maestrul George Vintilă a dirijat un vocal-simfonic dedicat domniei sale în al 80-lea an de viaţă (este născut la 30 martie 1924). Mă urmăreşte şi acum zâmbetul său bonom, plin de bucuria momentului. Sper să revin tot aici, cu un portret. Corul “Gavriil Musicescu” ne-a emoţionat parcă mai mult decât oricând cu Concertul de Colinde “Domn, Domn să-nălţăm”, devenit concert de binefacere pentru reconstrucţia bisericii Banu din Iaşi. Deşi aspectul filantropic nu era cunoscut dinainte, din public s-au adunat în total 40 de milioane de lei. Mă opresc o clipă şi la Concertul de Iarnă din 22 decembrie, construit, orchestrat şi dirijat de maestrul Sabin Păutza, care m-a făcut să mă gândesc la câtă nevoie avem la Iaşi de spiritul său. Aranjamentele (impecabile) de bossa-nove, de cântece din anii ’30-’40 (jazz sau musical-uri, solo soprana Bianca Ionescu), vorbele de duh rostite la microfon (din care n-au lipsit câteva gânduri dedicate fostului său coleg Oschanitzky, al cărui Dublu Concert auzit de noi la Iaşi l-a dirijat recent şi el la Bucureşti şi Braşov), ne-au făcut toate să ne amintim cu nostalgie de concertele de iarnă dirijate odinioară de Ion Baciu...
Cum să nu iubeşti această filarmonică, dacă de aici se împânzeşte peste noi atâta suflet ? Le mulţumim tuturor şi le dorim un 2005 cu multă sănătate şi multe zile glorioase, ca de altfel tuturor artiştilor ieşeni! Muzica lor ne face mai puternici, de aceea, la ieşirea din sala de concert putem spune întotdeauna... am venit, am ascultat, am... învins!

Daniela Vlad - "VENI, AUDI, VICI ... însemnări la final de an din sala de concert
Yuko Gulda + Nicolas Simion + Satoko Fuji + Natsuki Tamura Double Duo - Live in Tokyo
Das Duo des in Rumänien geborenen und in Köln lebenden Saxophonisten und der in Wien lebenden Pianistin Yuko Gulda bereiste im April 2001 Japan. Neben einem Auftritt bei einem Festival in Beppu spielten sie am 27. April im Ogikubo Cremonia in Tokyo ein Konzert mit Satoko Fujii (p) und Natsuki Tamura (tp). Ich beziehe mich hier auf den letzteren Auftritt.
Alle vier Musiker sind auch anerkannte Komponisten, und in verschiedenen Besetzungen bestachen sie sowohl durch interessante Kompositionen wie auch Interpretationen. Zunächst ein Pianoduo mit Fujii und Gulda. Mit Dynamik und Emotionalität, verbunden mit einem sehr feine Rhythmusgefühl, entlockten die beiden Pianistinnen ihren Instrumenten eine Fülle von Klangfarben. Dann ein Duo mit Tamura und Simion. Tamura’s sehr eigenständige Improvisationen beruhen auf einer erstaunliche Bandbreite an Tonfarben, die er einsetzt um immer wieder völlig unvorhergesehene Wendungen zu erzielen, auf die Simion aber sehr cool und gelassen reagierte. Danach spielten alle vier die Fujii-Komposition „G Pedal Point“, die dann in Simion’s „Yosakoi“ überging, und bei diesem Stück kam seine Klasse besonders gut zur Geltung. Seine weiträumigen Improvisationen haben immer etwas lyrisches, und man denkt unwillkürlich, genau so habe ich mir vorgestellt, dass ein Musiker vom Balkan klingt.
Später spielten sie noch eine neue Komposition mit einer kinderliedartigen Melodie von Tamura. Für mich hörte sich das Stück fast wie ein slawisches Volkslied an und man konnte sehen, wie viel Spaß es Simion machte, es zu spielen. Ob die zum Verücktwerden schönen Kompositionen und der Romantizismus von Gulda, die Klangerkundungen – auch im Inneren des Pianos – von Fujii, die lyrischen Improvisationen Simions oder die humoristisch-dadaistischen Interventionen Tamuras, es gab viel zu hören an diesem Abend.

Toyoki Okajima in Jazz Critique no. 108 (Juli 2001)
"Canzonieri Sacrale" - Erstaufführung
"Canzonieri Sacrale" bedeuten Musik von berührender und glaubwürdiger emotionaler Tiefe; Simion entwickelt aus einfachen Melodien durch improvisatorische Stilmittel und kluge Instrumentierung komplexe und vor allem wirkungsvolle Resultate. Und im Prinzip schöpft die Komposition ihre - trotz der überaus traditionellen, zumeinst tonalen Materialbasis - grosse Überzeugungskraft aus derselben Quelle wie Simions hochoriginärer Saxophon-Stil: aus dem ungebrochenen Zugang zu den Traditionen seiner transsylvanischen Heimat.
Das publikum akklamierte die Aufführung heftig.

Andreas Felber in Concerto Nr. 2, April/Mai 1999
Greizer JazzWerk präsentiert fantastische Klangwelten
Die hohe Schule des Jazz präsentierten zur neunten Auflage des Greizer JazzWerks Bands und Solisten gleichermassen. Von verträumt-melodisch bis exzessiv-ausbrechend reichte das musikalische Spektrum in den Konzerten des Festivals, bei dem international renommierte Musiker aus Deutschland, Rumänien, der Schweiz oder Japan zu hören waren. Bebop und Hardbop vermischte der rumänische Saxophonist Nicolas Simion mit Elementen der Floklore des Balkans. Sein Quartett "Transylvanian Grooves" fesselte die Zuhörer, die wie auch an den anderen Abenden nicht nur aus Greiz kamen, sondern aus der gesamten thüringisch-sächsischen Region sowie aus Franken und Sachsen-Anhalt angereist waren, mit einem Sound, der Modern Jazz mit verschiedensten Stilelementen verband.

[......] Ganz in der Verpflichtung des soliden Modern Jazz der Mitte des vorigen jahrhunderts klingt die Musik des rumänischen Saxophonisten Nicolas Simion und seines Quartetts "Transylvanian Grooves".
Dennoch schwingen trotz der Hauptanteile von Bebop, Hardbop und Free Jazz stets Elemente der Folklore des Balkans mit und lassen so eine vielseitige wie vielschichtige Musik enstehen, die gleichermassen verträumt wie energiereich und dynamisch daher kommt. Mit seinem in Rumänien lebenden Jazz-Weggefährten und Pianisten Mircea Tiberian sowie Martin Gjakonovski am Bass und Silvio Morger am Schlagzeug schenkte Simion dem Publikum Jazz, der auf eigenständige Art und Weise die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.[......]

Karsten Schaarschmidt, Mai 2008
Immer wieder gern in Bielefeld
Rumänische Volkslieder mit Nicolas Simion im Bunker

Bielefeld. Die Volksmusik des Balkans ist weit verbreitet: Bei New Yorker Jazz-Bands steht sie hoch im Kurs.
Doch wie Nicolas Simion gelinkt es keinem anderen Musiker, sich spielend wie ein Fisch im Wasser in diesen verschiedenen Musik-Welten zu bewegen und Modern Jazz mit osteuropäischen Traditionen zu mischen.
In seinem Atem vereinigen sich Charakter und Energie der Wurzeln seiner rumänischen Heimat mit grossartiger Musik. Ein angenehm singender Saxophon-Ton, der sich in poetischen Balladen, rasanten Läufen entfalten und in hymnische Höhen hinaufschwingen kann.
Neben weitläufigen Soli ist das Konzert von Dialogen zwischen Saxophon und Gitarre geprägt. Oft durchkreuzt Norbert Scholly die verwundenen Saxophonlinien des Bandleaders. Oder er anwortet in längeren Soli. Dabei macht sein virtuoser und gleichzeitig schleppend verschrobener Gitarrenstil die Dialoge spannend.
Martin Gjakonovski am Kontrabass und der eingesprungene Jens Düppe am Schlagzeug liefern als Rhythmus-Gruppe eine einfühlsame Begleitung – und können in einigen Soli glänzen. Mit seiner sympatisch-bescheidenen Ausstrahlung schafft es Simion in Bemerkenswerter Weise, die Musiker um sich zu sammeln und ein besonderes Zusammenspiel zu schaffen.
Die Musik fundiert auf einer bemerkenswerten Persönlichkeit und verfällt dabei in keine Klischees. Rumänische Musik ist bekanntlich rasend schnell – doch hinterlassen gerade langsame leise Balladen den grössten Eidruck. Eine dieser Balladen hat Simion sogar extra für eine Bielefelderin komponiert – nur ist sie nicht da.

Von Eckart Schönlau „Neue Westfälische“, 29 April 2003
Verschmelzung unterschiedlicher Stilrichtungen
Nicolas Simion und „Balkan Jazz“: Tradition mit modernem Einfluss

Rodenkirchen. Wer den Jazz in ungewöhnlichen Variationen und mit Einflüssen vor allem aus dem Balkan liebt, der war am Wochenende im Bistro Verde am richtigen Platz. Nicolas Simion fesselte mit seiner Band die Zuhörer im gemütlichen Ambiente des mediterranen Bistros. Eingeladen hatten die Rodenkirchener Kulturveranstalter „blue“ zu dem eindrucksvollen Jazzspektakel vom Feinsten.
Der aus Transsylvanien stammende Musiker mit Kölner Wohnsitz lässt sich von drei unterschiedlichen Richtungen inspirieren. Aufgewachsen in Siebenbürgen, stecken ihm rumänische Volksweisen sehr nahe. Nach dem Studium der Klassischen Musik an Piano und Klarinette in Bukarest entdeckt er das Saxophon für sich. In seinen einzigartigen Kompositionen verbindet er Melodie und Rhythmus rumänischer Volkslieder mit Modern Jazz und Hard Bop. Dabei waren ihm grosse Komponisten wie Bela Bartok und sein Landsmann George Enescu Wegweiser.
Seit nunmehr fünf Jahren arbeitet er fest mit seiner Band „Balkan Jazz“ zusammen.
„Wir möchten mit unseren besonderen Musikveranstaltungen die Kultur in unseren Stadtteil holen“, so Peter Sörries, der zusammen mit Jürgen Bürger „blue“ auf die Beine gestellt hat.

Simantke, July 2004
The Fountain of Concerts
„I would like to introduce you to the most impressive two concerts of this month. While they were not large scale, each of them had substance rich enough to deeply enchant audiences. One is-----(omitted)“.
„The other is the „kammer jazz“ duo concert by Yuko Gulda(piano) and Nicolas Simion(saxophone). Kammer(chamber) jazz is a new breed of European free-style jazz, which we here in Japan have little opportunity to hear – free jazz in such a great style.
Kammer jazz is quiet different from American-style free jazz.
Because it adopts a lot of classical music elements, audiences only familiar with ordinary jazz might have felt alienated while listening to the first few pieces. Classical music fans too, might have had a similar impression.
However, as the program went forward, the duo fascinated and led their audience into an original musical world. The varied pattern of piano mode was hued with the improvisational coloring of the saxophone. For instance, the duo performed several pieces dedicated to dogs; various dogs cries were interpreted with the highly sophistecated technique of contemporary music but at the same time, they was also very entertaining. The mingled effect was very interesting. The audience was deeply moved and stimulated by their performance explored the best improvisatory means of expressing what they really wanted to show beyond the frame of classical and jazz music.
What was common to Yuko Gulda and Nicolas Simion was their eagerness to keep pace with the feeling of their audience; they were always ready to respond to the audience while they were playing. Able players establish good communication with their audience. It is regrettable that in many classical music concerts in particular, audiences are left behind while players just go on playing to display their high technical or compositional skills. Listening to the duo's performance, I learned what the attitude of future players should be; they should be able to throw tones into the audience and listen to the ripples they create among them.

Takeshi Saito, in "The Miyazaki Daily News", may 9th, 2001
   
 
 
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